Putzen erfüllt mit Genugtuung und ist Sport

Diese Erkenntnis habe ich jedesmal, wenn ich meine Wohnung mal wieder von oben bis unten richtig putze.

Man sollte das einfach richtig verinnerlichen und eben auch beherzigen, dann hätte man wohl öfter eine schön saubere Wohnung und gleichzeitig ein weniger schlechtes Gewissen, wenn man sich mal wieder ein Eis gönnt oder ähnliches…

Ich wollte mir das auch ewig nicht eingestehen, aber Sport setzt wirklich Endorphine frei. Man ist danach total zerstört, aber fühlt sich trotzdem gut. Das muss doch als Beweis durchgehen, oder?
Wenn man jetzt im Fall des Putzens noch die Freude darüber, dass die eigene Wohnung schön sauber ist, dazunimmt, dann ist das doch wohl wirklich der ultimative Endorphinkick.

Da kann ich nur sagen: Leute, putzt und freut Euch des Lebens!

P.S.:
Ich fange damit gleich morgen an, versprochen. Und diesmal werd ich versuchen meine wertvolle Erkenntnis nicht wieder zu vergessen, wie leider bisher immer geschehen. 😉

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Asoziales Verhalten von Kommilitonen

Also wirklich. Heute musste ich mich schon wieder ärgern. Mag jetzt manch einem übertrieben erscheinen, dass mich das so aufregt, aber so bin ich nunmal.

In einem meiner Seminare hat sich heute rausgestellt, dass eine der ursprünglichen Teilnehmerinnen ihr Referat nächste Woche nicht hält; weil sie sich nämlich exmatrikuliert hat. Davon wusste aber unsere Dozentin nichts, weil die Studentin es anscheinend nicht für nötig gehalten hat sie darüber in Kenntnis zu setzen. Eine ihrer Bekannten hat die Information dann heute auf Nachfrage der Dozentin preisgegeben.

Ich finde das, in Zeiten von E-Mails – die sich aufwandslos, unkompliziert und schnell verschicken lassen –, einfach asozial.

Asozial der Dozentin gegenüber, die damit gerechnet hat, dass nächste Woche ein Referat zu einem bestimmten Thema gehalten werden würde, und vor allem auch asozial uns, ihren Mitstudenten, gegenüber.
An sich ist es mir völlig egal, ob jemand sein Referat hält oder nicht, solange er rechtzeitig vorher dafür absagt, sodass der Dozent die Chance hat ein Alternativprogramm für die entsprechende Sitzung vorzubereiten. Wenn jemand anderes sein Studium nicht ernst nimmt oder dieses sogar hinschmeißt – warum auch immer; es gibt ja gute Gründe für sowas – dann ist das schon seine Sache, aber wenn mich das dann betrifft, dann ist es irgendwie auch meine Sache. Die Qualität meines Studiums leidet nämlich darunter, wenn plötzlich eine Sitzung ausfällt oder aus dem Stehgreif heraus gestaltet werden muss. Und dann finde ich das nicht mehr in Ordnung.

Es ist ja wohl nicht zu viel verlangt, dass man einfach absagt, wenn man an einem Kurs nicht mehr teilnehmen will/wird und deshalb das Referat nicht hält!

Das überlegt sich nämlich ein Großteil der Studenten die meiste Zeit seines Studiums nicht:
Dass sich ihr Studierverhalten doch tatsächlich auch auf das Studium von anderen auswirkt. Seminare leben davon, dass man sich vorbereitet und die vom Dozenten ausgegebenen Texte liest und sich an Diskussionen beteiligt bzw. allgemein einfach aktiv am Kurs mitwirkt (Fragen stellen zählt auch). Denn wenn man von ‚Tuten und Blasen‘ keine Ahnung hat (weil Texte lesen und ‚Hausaufgaben‘ machen nicht sein Ding ist) und prinzipiell nur unbeteiligt dasitzt und Löcher in die Luft starrt, dann betrifft das sehr wohl auch die anderen Teilnehmer einer Veranstaltung.

Bei manchen Studenten hat man wirklich den Eindruck, sie denken, sie wären allein an der Universität. Komisch nur, dass da noch ein Haufen andere Leute auf dem Campus rumlaufen. Aber mit denen allen hat man ja nichts zu tun. Die kennt man ja nicht (persönlich). Das kann einem ja völlig egal sein, was mit denen ist!

Vielleicht fühlt sich ja der eine oder andere dazu angeregt darüber doch nochmal nachzudenken und entscheidet sich dafür sein Studium einen Tick aktiver zu gestalten. Davon könnte man selbst UND jemand anderes etwas haben. Wäre das SO schlimm?

Ich kann doch nicht die einzige sein, die das so empfindet?!

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IKEA-Basteltidee

Vorhänge im Design deiner Wahl (ohne Nähen)

Ist jetzt heute nichts wirklich Tiefschürfendes, aber wie ich finde irgendwie cool.

Also, man nehme 1 x BOMULL Gardinenschals, 1 x SY Saumband zum Aufbügeln und einen Stoff im Design deiner Wahl.

Erst kürzt du die Vorhänge (BOMULL) mit Hilfe der Bügeltechnik – wie in der Artikelbeschreibung angegeben – auf die benötigte Länge.Dann suchst du einen Stoff deiner Wahl aus (wir haben jetzt BRITTEN HUS) und kaufst davon die entsprechend der Länge deiner Vorhänge nötige Menge (-ca. 10 cm, weil oben ja noch die Schlaufen sind).
Wichtig dabei: Achte auf die Breite der Meterware. BOMULL sind 140 cm breit, idealerweise nimmst du also Meterware, die 150 cm Breite hat und schneidest dann die Ränder ab; da ist ohnehin in der Regel ein unschöner weißer Rand mit Pflegehinweisen und dem Namen des Designers.

Wenn also alles von der Länge und Breite her passt, dann kannst du mit Bügeln loslegen: Du nimmst SY und legst es unter den gekauften Stoff an die Oberkannte im Innern des Vorhangs und bügelst es fest. Jetzt legst du auf den bereits festgebügelten Stoff nochmal SY und bügelst die zweite Lage des Vorhangs darauf fest.

Das ganze ein Mal für jeden Gardinenschal und fertig ist der Vorhang im gewünschten Design!

Klappt ohne Nähen, sieht cool aus und ist ganz einfach. Dauert insgesamt ca. 1 Stunde und funktioniert besser zu zweit als allein.

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Kultur findet ja eigentlich jeder gut, aber zahlen will dafür keiner so recht

Das ist schon eine komische Sache: Wörter wie Leitkultur, Kulturlandschaft, Kultur-Dies oder Kultur-Das tauchen in unserem Alltag andauernd auf. Es scheint als seien alle riesige Fans von Kultur; vor allem im Urlaub! Trotzdem will keiner wirklich Geld dafür ausgeben. Vor allem nicht für geisteswissenschaftliche Forschungs- und Studienprojekte, die sich mit kulturellen Themen auseinandersetzen. Lieber finanziert man irgendwelche technischen Erfindungen oder medialen Fortschritt.

Ich bin Studentin der Romanistik. Zugegeben, das ist eine Spezialisierung, die im Auge des Durchschnittsbetrachters sinnlos erscheint; das ist mir schon klar. Manchmal geht es mir selbst so und ich zweifle daran, ob ich die richtige Entscheidung getroffen habe, als ich dieses Studium gewählt habe. Aber meistens bin ich mir sicher. In meinen Augen sind alle geisteswissenschaftlichen Studienrichtungen in irgendeiner Form Studien der Kultur.

Und ich mag Kultur definitiv. Ich finde sie sehr interessant. Sie zeigt sich, so meine ich, beinahe immer, überall und in jedem. Jeder von uns lebt Kultur der einen oder anderen Art. Sie ist Teil unserer Persönlichkeit.

Insofern halte ich es auch für sinnvoll zu versuchen darüber mehr Kenntnis zu erlangen. Vielleicht ist man dadurch im einen oder anderen Fall dazu in der Lage eine negative Entwicklung oder ein schlechtes Vorkommnis zu verhindern. Vielleicht lernt man Menschen und ihre Handlungen dadurch besser verstehen. Aber auch die Erforschung von solchen Dingen kostet Geld. Meist sehen die Studien im geisteswissenschaftlichen Bereich auf den ersten Blick weniger interessant und bahnbrechend aus, aber wenn man es richtig anstellt, dann lässt sich aus den meisten gewonnen Erkenntnissen mit Sicherheit Nutzen ziehen! Warum also reißen sich Unternehmen darum Sponsoren zu sein, wenn Studenten ein Elektrorennauto bauen, aber nicht, wenn es darum geht eine bereits beendete germanistische Forschungsarbeit in Form eines Buches zu veröffentlichen.

Wenn niemand sich für Kultur interessieren würde, dann fände ich diesen Mangel an Unterstützung ja legitim, aber so stellt es sich ganz einfach nicht dar. Es enttäuscht mich, dass ehemals hoch angesehene Studiengänge als überflüssig und unnütz für die Gesellschaft abgetan werden. Dass man belächelt wird, wenn man sagt, dass man ein Instrument studiert. Wieso sollte man nicht Blockflöte studieren? Wer sollte sonst am Ende all die Kinder unterrichten, die begeistert Blockflötenunterricht nehmen? Wer soll die Konzerte gestalten, in denen barocke Musik gespielt wird? Kennt nicht jeder von uns jemanden, der gerne in so ein Konzert geht? Das ist Kultur.

Kultur ist nicht egal. Auf Kultur können wir nicht verzichten. Aber Kultur gibt es auch nicht für lau. Auch hierin muss die Gesellschaft zu investieren bereit sein. Und diese Investition beinhaltet auch Studiengänge, die einem Großteil auf den ersten Blick unzweckmäßig erscheinen.

Es stimmt, auf den ersten Blick macht eine neue technische Entwicklung womöglich mehr her, aber das heißt nicht, dass ihre Förderung prinzipiell einem anderen weniger prestigeträchtigen Projekt vorgezogen werden sollte. Denn was will ich mit ganz vielen neuen technischen Erfindungen, wenn drum herum nichts mehr ist, in das sie sich einbetten lassen?

Anmerkung:
Wahrscheinlich würde dasselbe jeder andere von seinem Fachbereich behaupten und mehr Gelder dafür fordern, aber dann habe ich hier eben schlicht diese Lanze für meinen Fachbereich gebrochen.

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Mut zum Nicht-Verstehen

Jetzt studiere ich ja doch schon eine ganze Weile (bin im 2. Semester meines Masterstudiums) und doch passieren manchmal Dinge oder MitstudentInnen sagen Sachen zu mir, die mich überraschen.

Genau sowas ist mir heute mal wieder passiert: Ich wurde heute dafür bewundert, dass ich es doch tatsächlich wage, es ehrlich zu sagen, wenn ich mal bei einem Fachtext eine bestimmte Stelle nicht verstehe.

Ich wusste tatsächlich nicht, dass das so ein bewundernswertes Verhalten ist. Aber scheinbar doch, denn meine beiden Kommilitoninnen waren sich da sofort einig. Sie meinten es würde viel Selbstvertrauen brauchen, um mal laut zu sagen, was sich offenbar viele denken:
„Ich verstehe einfach nicht, was der Autor an dieser Stelle sagen will, obwohl ich den Text schon mehrfach gelesen und mich gedanklich intensiv damit auseinandergesetzt habe. Warum bringt er jetzt genau da kein Beispiel oder beschreibt es so, dass man es einfach besser verstehen kann?!“

Tatsächlich habe ich schon mehrfach die Erfahrung gemacht, dass wenn ich diesen Standpunkt mal in einem Seminar geäußert habe, plötzlich andere dies bestätigen und auch zugeben, dass sie an dieser Stelle Verständnisprobleme hatten. Warum also sagt es dann keiner?

Ist es wirklich so, dass man als StudentIn immer nur an sich selbst und seiner Fähigkeit etwas zu verstehen zweifeln muss oder ist es womöglich doch erlaubt einen Experten bzw. seinen Fachtext zu kritisieren und zu sagen, dass das eigene Unvermögen den Text zu verstehen nicht am eigenen Mangel an Vermögen liegt, sondern an der Ausdrucksweise des Autors? Warum sollte ein Text, nur weil er von einem Fachmann verfasst wurde, zwangsläufig verständlich sein? Vielleicht ist er es eben deswegen nicht.
Ich schließe da jetzt mal ganz banal von mir selbst auf andere Schreibende:
Mir geht es oft so, dass ich mich so intensiv und umfangreich in eine Thematik einarbeite, dass ich am Ende, beim Schreiben der Arbeit, manches so formuliere, dass es mir absolut verständlich erscheint, dass aber jemand, der nicht meine Recherchen ebenso im Kopf hat wie ich, damit überhaupt nichts anfangen kann. Ich gehe mal davon aus, dass zumindest ein Großteil der Fachtexte, die man während des Studiums liest, von Leute verfasst wurden, die sich sehr sehr intensiv mit einem Thema auseinandergesetzt haben. Man könnte also vermuten, dass es ihnen ähnlich geht wie mir. Beim Niederschreiben ihrer Gedanken für den Rest der Welt, vergessen sie gelegentlich, dass nicht alle genau dasselbe wissen, wie sie.
Ja, der Einwand, dass man natürlich ein bisschen Wissen drum herum braucht um einen Fachtext überhaupt verstehen zu können, ist klar. Aber das meine ich nicht. Ich meine ganz bestimmte Ausschnitte von einzelnen solchen Texten. An einzelnen Stellen haben diese Autoren, durchdrungen von ihrem eigenen Vorwissen bzw. vor allem ihren ganz persönlichen Gedankengängen zu ihrem Thema, aus den Augen verloren, dass die Leser später nicht genau ihr Gedankengerüst zur Verfügung haben, um ihren Text zu verstehen.

Ich denke genau diese Problematik ist es, die bei StudentInnen gelegentlich diese Verständnisprobleme verursacht, obwohl sie sehr bemüht sind sich umfassend zu informieren und ein Thema intensiv zu durchdenken. Und bei all dem sollten wir und unsere Dozenten nicht vergessen, dass wir ja eben noch Studenten sind. Wir lernen noch. Wir haben noch nicht dieses umfangreiche Wissen, das man nach jahrzehntelanger Auseinandersetzung mit einem Thema erworben hat.

Einfach nur zwecks der Entspannung appelliere ich also an alle Studenten, es auch mal zuzugeben, wenn man etwas nicht versteht!
So erspart man dies womöglich jemandem, der dasselbe Problem hat, aber eben partout  nicht dazu in der Lage ist so zu handeln, und erleichtert es dem Dozenten auf seine Kursteilnehmer einzugehen und ihnen verstehen zu helfen. Denn oft ärgert man sich nach der Stunde, weil der Dozent jetzt genau das, was man nicht verstanden hat, auch nicht erklärt hat. Aber vielleicht war es ihm auch total klar – wie dem Autor – und deswegen ist er gar nicht auf die Idee gekommen darauf noch einmal speziell einzugehen. Man muss seinen Dozenten als Student auch helfen, damit sie gut unterrichten können.

Ich denke also man hilft mit solchem „Mut zum Nicht-Verstehen“ nicht nur sich selbst, sondern auch vielen Menschen in seiner Umgebung. In meinen Augen ist es also richtiggehend sozial es zuzugeben, wenn man etwas nicht verstanden hat; natürlich nur, nachdem man es auch wirklich ernsthaft versucht hat. Denn trotz allem gilt: Ohne Fleiß, kein Preis!

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